Die Pflanzen zeigen als Ausdruck ihrer Lebensvorgänge Stoffwechsel, Wachstum und Fortpflanzung. Diese finden sich auch bei Tier und Mensch.
Für den Bereich, in dem sich die Gesetze des Lebendigen abspielen, prägte Rudolf Steiner den Begriff Ätherleib. Das griechische Wort «Äther» bezeichnet den von Sonne und Sternen aufgehellten Himmelsraum. Dieser ist Voraussetzung für alle Lebenstätigkeiten der Pflanzen, die sich nach der Sonne orientieren und ihre Lebensenergie durch Photosynthese von ihr erhalten.
Die Gesetze des Lebens hindern den physischen Leib kontinuierlich an seinem Verfall. Sie erweisen sich dadurch stärker als der Tod.
Die Gesetze der Vererbung, des Wachstums, der Regeneration, der rhythmisch sich wiederholenden Organfunktionen sind weitere Charakteristika des Ätherleibes. Hinzu kommt die Zeit als bestimmender Faktor lebendiger Vorgänge. Jede Lebensäusserung ist an einen bestimmten Entwicklungs- bzw. Zeitlauf gebunden. Jeder Organismus, der einen Ätherleib besitzt, hat seine besonderen Zeitstrukturen, die für diesen ebenso charakteristisch sind wie die Raumgestalt für den physischen Leib.