Ich-Organisation

Das Auftreten und Handhaben der Ichorganisation unterscheidet den Menschen grundsätzlich von Tier, Pflanze und Mineral. Sie ist Träger des typisch menschlichen Selbstbewusstseins, womit die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen und zur freien Selbstbestimmung verbunden ist. Was die Tiere als trieb- und instinktgebundene Wesen nur ausleben können, so wie es in ihrer Natur veranlagt ist, lernt der Mensch bis zu einem gewissen Grade zu beherrschen und sich frei verfügbar zu machen. Dies ist ihm möglich, weil er die Gesetzmässigkeiten der Wärme individuell handhaben kann und zum Träger seiner Persönlichkeit macht. Die höheren Tiere können das nicht, obwohl auch sie schon einen Wärmeorganismus haben. Sie haben aber keine Ichorganisation, durch die die Wärme individualisiert und zum Ausdruck der Persönlichkeit werden kann.

Je gesünder der Mensch ist, umso fähiger ist er, seinen Charakter und sein Wesen in allen vier Wesensgliedern (physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ichorganisation) zu äussern und darzustellen. Krankheit hingegen bedeutet stets ein Dominantwerden von Naturvorgängen, indem die Gesetze eines der vier Wesensglieder nicht mehr im Einklang sind mit denen der anderen. Jede Störung ist daher letztlich auch mit einer Störung der Ichorganisation verbunden, da der Prozess der Integration gestört ist, dessen Träger die Wärme ist.

Aufgrund der gemeinsamen Entwicklung wirken also im menschlichen Organismus Gesetzmässigkeiten, die in der mineralischen, pflanzlich-lebendigen und animalisch-empfindenden Umwelt getrennt zu finden sind. Sie müssen von der Ichorganisation dauernd während des Lebens integriert, d.h. vermenschlicht werden. Ernährung und Verdauung lassen diese Beziehungen zwischen Mensch und Naturreichen wieder auf besondere Weise deutlich werden.