Was zeichnet Naturkosmetik aus?

Wir erklären die Unterschiede.

1. Öle für die Hautpflege

Was setzt Weleda ein?
Eine Vielzahl von hochwertigen pflanzlichen Ölen und Ölauszügen: Mandelöl, Olivenöl, Jojobaöl, Sanddornöl, Rosa Mosqueta-Öl, Sonnenblumenöl und viele weitere. Sie machen den entscheidenden Unterschied in der Hautpflege, sind sie doch das Ergebnis von Licht- und Wärmewirkungen in pflanzlichen Lebensprozessen. Chemisch gesehen bestehen sie aus der Verbindung von drei Fettsäuren mit Glyzerin. Man nennt sie daher auch Triglyzeride, diese sind den körpereigenen Fetten verwandt. Die in den pflanzlichen Ölen enthaltenen Fettsäuren, Flavonoide und Vitamine wirken zudem stabilisierend und zellerneuernd für die Haut – die Lebensprozesse der Haut werden optimal unterstützt. Der lebendige Austausch zwischen innen und aussen wird gefördert.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Eine Vielzahl von Mineralölprodukten, zum Beispiel Paraffinöle oder Silikonöle. Diese Stoffe bieten einen billigen Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle und Fette. Die daraus hergestellten Produkte enthalten weder Fettsäuren noch Glyzerin, sondern Kohlenwasserstoffketten ohne Sauerstoff. Diese wurden vor Jahrmillionen unter starken Druckverhältnissen in den Tiefen der Erde gebildet. Sie haben keinen Bezug zum Lebendigen und sind resistent gegen Umwandlungen durch Lebensprozesse, daher können sie zum Beispiel nicht ranzig werden. Der Stoffwechsel kann sie nicht aufnehmen, die natürlichen Hautprozesse und die Austauschfunktion der Haut werden negativ beeinflusst: Es entsteht der so genannte «Plastiktüteneffekt».

2. Wachse und Wachsbestandteile

Was setzt Weleda ein?
Bei der Herstellung echter Naturkosmetik kommen pflanzliche Wachse wie Bienenwachs, Carnaubawachs und Candelilawachs zum Einsatz. Die verwendeten Wachse weisen eine nahe Verwandtschaft zu den Hautfetten auf.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Wie bei den Ölen werden auch hier überwiegend billige Mineralwachse aus der Erdölindustrie verwendet. Sie haben keinen Bezug zu den von Natur aus vorhandenen Hautfetten und Lebensprozessen in der Haut und können deshalb weder richtig absorbiert noch verwandelt werden.

3. Wässrige Phase in Crèmes und Emulsionen

Was setzt Weleda ein?
Pflanzenextrakte wie etwa Calendulatinkturen sind wässrig-alkoholische Gesamtextrakte aus biologisch-dynamisch angebauten Calendulapflanzen, demineralisiertem Wasser und Bio-Alkohol.Wichtig: Der reine Wasseranteil zählt in den Weleda Produkten nicht als Bio-Anteil. Damit beugt das von Weleda mitbegründete NaTrue-Siegel einer «Verwässerung» der Kriterien konsequent vor: Wasser ist zwar ein Naturstoff, fällt aber nicht in die Berechnung des Naturstoffanteils, wie das bei vielen anderen Labels üblich ist. So wird verhindert, dass nur durch Beimischung von Wasser die Summe an Naturstoffen erhöht werden kann.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Mit Hilfe synthetischer Emulgatoren gelingt es konventioneller Kosmetik, einen recht hohen Wasseranteil in Crèmes und Salben einzubringen – dadurch können die Produkte in der Herstellung billig gehalten werden. Allerdings bringt ein hoher Wasseranteil der Haut keine nachhaltige Pflege und kann zur Austrocknung führen.

4. Emulgatoren

Was setzt Weleda ein?
Emulgatoren sind Rohstoffe, die Wasseranteile und Ölanteile im Produkt zu mischen vermögen und die Mischung stabil halten. Weleda setzt verschiedene Emulgatoren in den Körperpflegeprodukten ein: Zum Beispiel «Glycerinfettsäureester», die aus natürlichen Ölen gewonnen werden. Diese milden und hautverträglichen Emulgatoren bestehen chemisch gesehen aus pflanzlichem Glycerin und aus einer natürlichen Fettsäure. Weitere natürliche Emulgatoren bei Weleda sind Lanolin (Wollwachs), das sehr hautmilde Lecithin und Bienenwachshydrolisat (verseifter Bienenwachs).

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Es gibt eine ganze Reihe synthetisch erzeugter Emulgatoren. Einige von ihnen sind zunehmend in die Kritik geraten, weil sie die Haut künstlich aufweichen und durchlässig machen. So können unerwünschte Stoffe in den Organismus eindringen, die Schutzfunktion der Haut wird negativ beeinträchtigt.

5. Duftstoffe

Was setzt Weleda ein?
Zur Parfümierung der Körperpflegeprodukte setzt Weleda ausschliesslich eine Vielzahl von Mischungen natürlicher ätherischer Öle ein. Diese Kompositionen können Anteile von 10 bis 20 verschiedenen ätherischen Ölen enthalten: Orangenblütenöl, Lavendelöl, Rosenöl, Rosmarinöl usw. Jeder Duft besteht aus dem Trio Kopf-, Herz- und Basisnote. Die hohe Kunst der natürlichen Duftgebung liegt in einem harmonischen Verhältnis dieser Elemente, die aromatherapeutisch zu wirken vermögen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die von Weleda verwendeten Mischungen natürlicher ätherischer Öle sogar für Duftstoffallergiker sehr gut verträglich sind.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Synthetische Duftmischungen enthalten oft einen Anteil an problematischen polyzyklischen Moschusverbindungen. Diese künstlichen Duftstoffe reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und sind schwer abbaubar. Daher findet man sie auch in der Muttermilch. Bei empfindlicher Haut wirken diese Substanzen häufig allergieauslösend.

6. Konservierungsstoffe

Was setzt Weleda ein?
Das Geheimnis der natürlichen Konservierung liegt in der Rezeptur: Sie bestimmt das Verhältnis von Ölgrundlage, Wasser und Bestandteilen wie natürlichen Bindemitteln, ätherischen Ölen und Heilpflanzenauszügen. Alles muss genau aufeinander abgestimmt sein. Diese sanfte Konservierung hat den Vorteil, dass sie die natürliche Bakterienflora der Haut nicht vernichtet. Auf einem Quadratzentimeter Haut befinden sich nämlich hunderttausende schützender Keime!Folgende Hauptfaktoren sind für die natürliche Konservierung bei Weleda verantwortlich:

  • Konzentrierte ätherische Öle und alkoholische Pflanzenextrakte.
  • Höchste Hygienestandards bei der Herstellung.
  • Strenge mikrobiologische Kontrollen begleiten die Herstellung jedes Weleda Produkts. 
  • Die hohe Qualität der eingesetzten Rohstoffe verstärkt die Haltbarkeit der Produkte.
  • Die Verpackung muss auf die Rezeptur abgestimmt sein. So werden für sensible Produkte nur Glasflaschen oder Alutuben verwendet, in die keine Luft eindringen kann.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Viele der synthetisch hergestellten Konservierungsstoffe enthalten problematische halogenorganische Verbindungen. Diese Verbindungen sind eine Gruppe von Stoffen, die sowohl Chlor als auch Jod und Brom enthalten. Sie sind schwer abbaubar und reichern sich in der Umwelt an – viele der Stoffe gelten als allergieauslösend oder krebserzeugend. Dies gilt auch für die häufig eingesetzten Formaldehyde und Parabene.

7. Waschaktive Substanzen

Was setzt Weleda ein?
Alle waschaktiven Substanzen (Tenside), die Weleda für die Reinigungsprodukte wie Crèmedouches einsetzt, basieren auf pflanzlichen Ausgangsstoffen. Die hochwertigen Rohstoffe werden durch chemische Verfahren zu waschaktiven Substanzen umgewandelt. Zum Einsatz kommen besonders milde und hautverträgliche Zuckertenside, die durch die Beigabe rückfettender Bestandteile wie Sesamöl die Haut nicht nur reinigen, sondern sie gleichzeitig auch sanft pflegen. Dies macht sie besonders geeignet für Allergiker.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Synthetisch erzeugte waschaktive Substanzen stammen alle aus der Erdölindustrie und weisen keinerlei Verwandtschaft mit dem menschlichen Organismus auf. Die zum Teil aggressiven Stoffe wie Natriumlaurylsulfat sind für empfindliche Haut nicht geeignet: Sie reagiert auf solche Tensidgrundlagen mit Unverträglichkeit und Allergien. Zudem wird durch die Kombination mit PEG-Emulgatoren und Formaldehyd als Konservierungsmittel das Allergierisiko gesteigert.

8. Wirkstoffe

Was setzt Weleda ein?
Als wirksame Substanzen kommen pflanzliche Auszüge und Extrakte aus biologisch-dynamischem und biologischem Anbau zum Einsatz. Wichtig sind aber auch eine Anzahl von hochwirksamen pflanzlichen Ölen: zum Beispiel Sanddornkernöl, Rosa Mosqueta-Öl oder Nachtkerzenöl. Diese Substanzen spielen in der ausgewogenen Gesamtkomposition von Naturkosmetikprodukten eine wichtige Rolle für den gewünschten therapeutischen Effekt.

Was setzt die konventionelle Kosmetik ein?
Kosmetikkompositionen werden vornehmlich mit synthetisch erzeugten Substanzen, für die es kaum Vorbilder in der Natur gibt, angereichert. Es handelt sich im Grunde genommen um «Design-Produkte», die einem angestrebten Ziel wie etwa Faltenreduzierung dienen sollen. Dabei haben die verwendeten synthetischen Rohstoffe leider den Nachteil, dass sie keinen Bezug zu den natürlichen Hautprozessen haben und die Austauschfunktion der Haut negativ beeinflussen.

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