Ihr Baby hält Sie auf Trab, das Stillen fordert den Körper zusätzlich. Eine Erkältung ist in der Stillzeit keine Seltenheit. Solange Sie sich kräftig genug fühlen, sollten Sie in jedem Fall weiter stillen. Ihr Kind profitiert indirekt sogar von Ihrem Infekt: Über die Muttermilch bekommt es Antikörper, die Ihr Körper gerade produziert, um die Erreger abzuwehren und gesund zu werden. Das stärkt die Abwehrkräfte Ihres Kindes für künftige Erkrankungen. Bei Erkältungen und Fieber ganz wichtig: Viel, viel trinken! Manchmal produziert Ihr Körper nicht ausreichend Milch, wenn es Sie besonders schlimm erwischt hat. Füttern Sie in dieser Zeit ruhig etwas Nahrung für Neugeborene zu. Legen Sie Ihr Baby trotzdem an, wann immer es möglich ist. So bleibt die Milchbildung erhalten und steigert sich wieder, sobald es Ihnen besser geht. Ist ihr Baby auch erkältet, wird bei einem Infekt der oberen Luftwege das Trinken erschwert. Denn Ihr Baby atmet beim Trinken ausschließlich durch die Nase. Trotzdem sollten Sie versuchen weiterzustillen. Um Ihre körpereigene Abwehr zu stärken, sind ausreichend Vitalstoffen wichtig: Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E, Flavonoide, die eine wichtige Rolle beim Zellschutz spielen, können Ihnen helfen gestärkt die kalte Jahreszeit zu überstehen.
Stillen ist eine intime Liebesbeziehung zwischen zwei vertrauten Menschen, die sich neu kennen lernen. Das Baby wird nicht nur optimal ernährt, sondern es erfährt auch eine ganz enge körperliche und seelische Zuwendung. Und die ist wichtig, denn das Neugeborene braucht Orientierung und Schutz in der neuen, ihm noch unbekannten Welt. Und auch für die Mutter ist die Erfahrung, das Kind ernähren zu können, wertvoll. Es stärkt ihr Selbstvertrauen und im Umgang mit dem Baby und wirkt sich positiv aus auf das eigene Selbstwertgefühl.
Unbestritten ist, dass Muttermilch eine hervorragende Nahrung für ein Neugeborenes ist. Denn Nähr- und Abwehrstoffe versorgen das Kind optimal und schützen vor Erkrankungen. Gleichzeitig fördert das Stillen die Rückbildung der Gebärmutter und tut auch dem Organismus der Mutter gut.
Muttermilch ist deshalb so wertvoll, weil sie sich ständig den Bedürfnissen des Kindes anpasst. So verändert sie sich innerhalb der ersten zwei Lebenswochen von der "Vormilch" (Kolostrum) zur Übergangsmilch und dann zur "reifen" Milch. Faszinierend ist die Tatsache, dass sie genau auf den individuellen Nährstoffbedarf, die Abwehrlage und das Wachstum des Babys abgestimmt ist. Im Winter ist sie zudem, der Jahreszeit angepasst, energiereicher als im Sommer. Die enthaltenen Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Hormone und Antikörper machen sie zu einem einzigartigen, vollwertigen und unnachahmlichen Lebensmittel - ein wahrer "Gesundbrunnen" für die individuelle Entwicklung Ihres Babys.