Aloe vera - die Wüstenlilie

Andalusien: Eine Landschaft in Pastell liegt vor uns. Der zersägte Felsen von Gibraltar thront über der Bucht von Estepona. Ein lauer Wind überfliegt die Meerenge. Afrika ist nah, die marrokkanische Küste ruht als grauschwarzer Strich hinter dem Meeresdunst.

Anfang Januar. Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft. Die Aprikosenbäume treiben zaghaft ihre ersten feinen Blätter ans Licht, die Olivenbaumblätter tänzeln im Wind. Nur das Feld mit den Aloe vera-Pflanzen auf der Finca Verde ruht. Ganz leicht, kaum sichtbar, bewegen sich die schweren, bis zu einem Meter hohen lanzettförmigen Blätter, die auf ihrem Grün einen Hauch von Silber tragen. Es ist die Jahreszeit, in der sattgelbe Blütenstände die Stauden überragen.

Ein Trupp von drei Feldarbeitern hackt, rupft Beikräuter und Ableger der Aloe vera-Pflanzen zwischen den Reihen aus und lässt sie als natürliche Bodenbedeckung liegen. Jose Maria Perez, der Verantwortliche für Anbau und Verarbeitung auf der Finca Verde, sagt: "Die Kultivierung der Aloe vera ist zwar einfach, aber sehr arbeitsintensiv. Hier ist fast alles Handarbeit." Das muss so sein. Denn für Weleda ist nur der hochwertige Press-Saft aus dem Gel der Aloe vera gut genug - nur diese Qualität findet Verwendung, etwa im Rhinodoron Nasenspray oder in der Aloe vera-Pflegemilch. Das bedeutet nach der Ernte: Reinigen jedes einzelnen Blattes, Entfernen der wachsartigen Haut, sorgfältiges Herauslösen des wertvollen Gels, Pressen.

Viel Handarbeit und hohe Qualitätsansprüche hängen zusammen. Durch die schonende Verarbeitung wird ein Saft gewonnen, der viele der 160 wertvollen Inhaltsstoffe enthält: Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, essenzielle Aminosäuren, Mono- und Polysaccharide, Lignine und Saponine. Nicht ein industriell erzeugtes Massenprodukt, bei dem wertvolle Inhaltsstoffe auf der Strecke bleiben. Den Arbeiterinnen und Arbeitern auf der Finca Verde sei´s gedankt.