
Ihre medizinischen Studien vermitteln eine "geistige Anschauung der Menschenwesenheit". So begründete Rudolf Steiner (1861-1925) seine intensive Zusammenarbeit mit der holländischen Ärztin Ita Wegman (1876-1943). Nicht das Theoretisieren war ihre Stärke, sondern die Tatkraft. In Arlesheim im Kanton Baselland eröffnete Ita Wegman 1921 das erste "Klinisch-therapeutische Institut".
In der Nachbargemeinde Dornach hatte Steiner die "Freie Hochschule für Geisteswissenschaft" gegründet. Steiner selbst nahm regelmässig an ärztlichen Konsultationen in der Klinik teil. Seine Fragen zur Anamnese und seine Ideen zu Arzneimitteln und Heilverfahren eröffneten Ita Wegman und ihren Mitarbeitern neue Perspektiven. Die ersten Heilmittel wurden in einem pharmazeutischen Labor hergestellt. Sie bildeten den Grundstock für die Weleda Arzneimittel.
1925 wurde die von Wegman und Steiner gemeinsam erarbeitete Schrift "Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen" veröffentlicht. Auch in dieser Schrift ist Grundsätzliches veröffentlicht worden - etwa der Gedanke, der Wesensverwandtschaft des Menschen mit der Natur aufgrund der gemeinsamen Evolution. In wenigen Jahren halfen Persönlichkeiten wie Steiner und Wegman, die Grundlage für den Erfolg von Weleda bis heute zu legen.

