Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner entwickelte anthroposophische Geisteswissenschaft zeigt Wege auf, die Gesetzmässigkeiten von Mensch und Welt besser verstehen zu lernen und dementsprechend zu handeln. Praktisch entwickelt wurden auf dieser Grundlage u.a. die Waldorfpädagogik, der biologisch-dynamische Landbau, eine am Sozialen orientierte Wirtschaft und die anthroposophisch erweiterte Medizin und Pharmazie.
Anthroposophie ergänzt als Wissenschaft vom Geist das sich auf das Physische beziehende materialistische Natur- und Weltbild um die übersinnlichen Seinsebenen Leben, Seele und Geist: Sie setzt beim exakten naturwissenschaftlichen Denken an und erweitert die auf das Materielle beschränkten exakten Forschungsmethoden nach der Richtung des Geistigen.
Die Forschung der anthroposophisch orientierten Geisteswissenschaft bezieht sich zunächst auf die Betrachtung des Menschen mit seinem individuellen Wesen, das sich in der Welt körperlich, seelisch und geistig realisiert. Berücksichtigt wird aber ebenso die den Menschen umgebende natürliche, seelische und geistige Welt. So hat die anthroposophische Geisteswissenschaft auf die verschiedensten Lebensbereiche erneuernd gewirkt.