Zurück zum Schwangerschaftskalender | 40. Woche

Ein Baum für ein Baby

Kennen Sie den Brauch, dass man zur Geburt des Babys einen Baum pflanzt? Wir beleuchten diese Tradition und verraten Ihnen, was es mit der Plazenta auf sich hat. Früher wurde die Placenta nämlich oft mit in die Erde gegraben und darauf wächst ein besonders fruchtbarer Baum.

Ein Baum für das Baby

Die Geburt Ihres Babys ist ein ganz wichtiges Ereignis in Ihrem Leben. Sie bekommen Familienzuwachs. Vielleicht möchten Sie als Symbol dafür einen Baum pflanzen? Der Baum wird gemeinsam mit Ihrem Baby wachsen, tiefe Wurzeln schlagen und mit den Jahren gross und stark werden. Es kann ein Apfelbaum sein, der Früchte tragen wird oder einfach Ihr Lieblingsbaum. Als Zeichen der Freude pflanzen wir bei Weleda am Eingang zum Heilpflanzengarten in Schwäbisch Gmünd eine Birke, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin Familienzuwachs bekommt.

Die Bedeutung der Plazenta

Früher wurde oft die Placenta gemeinsam mit dem Baum in die Erde eingepflanzt. Denn die Placenta ist ein faszinierendes Organ und sie sieht mit ihren Verästelungen sogar etwas wie ein Baum aus. Schon wenige Wochen nach der Zeugung bis zum Ende der Schwangerschaft versorgt die Placenta Ihr Baby mit allem, was es braucht. Sie übernimmt die Funktionen der kindlichen Lunge, Leber, Niere und Hormondrüse zugleich und bildet eine Verbindung und gleichzeitig Trennung von Mutter und Kind. Die Fruchtblase haftet an ihr an und gibt zusammen mit dem Fruchtwasser eine schützende Hülle. Nachdem das Baby auf der Welt ist, löst die Plazenta sich langsam von der rasch kleiner werdenden Gebärmutterwand und wird mit Hilfe einer Wehe geboren. Das Wort Nachgeburt passt nicht wirklich für dieses wundervolle, vielseitige und bewundernswerte Organ. Üblicherweise wird sie heute entsorgt, dies geschieht in Krankenhausverbrennungsanlage. Das war jedoch nicht immer so und sollten Sie die Placenta mitnehmen wollen, um einen Baum darauf zu pflanzen, sagen Sie es der Klinik.

Bräuche und Traditionen

Bis ins 19. Jahrhundert war es normal, die Placenta zu bestatten. Ein Brauch, der durch alle Zeiten hindurch in allen Teilen der Welt üblich war. Bereits vor Tausenden von Jahren wurde die Plazenta der Pharaonen in mumifizierter Form aufgehoben. Die Bedeutung dieses Organs lag in den vielen Tausend Jahren, bevor die Medizin sie näher erforschte, auch an dem Aussehen. Die feinen Blutgefäße verästelt sich wie ein Lebensbaum. Individuell ist dies bei jedem Kind anders und neu faszinierend angelegt. Man stellte fest, dass Embryo und Placenta aus der gleichen befruchteten Keimzelle entstehen. Aus dem spirituellen Blickwinkel betrachtet, wird davon ausgegangen, dass Beide eine Seele besitzen und die der Placenta mit der Geburt des Kindes ablebt. Daher rühren sicherlich auch die Bestattungstraditionen.

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