Zurück zum Schwangerschaftskalender | 41. Woche

Geburtstermin zu Omas Zeiten

Mit jedem Tag nähern Sie sich dem Geburtstermin. Vielleicht wird es Ihnen wie vielen Frauen ergehen, die den lang ersehnten Stichtag ohne Anzeichen von Wehen verbringen. Doch Ihr Baby weiss bestimmt, wann es auf die Welt kommen will.

Wie wird der Geburtstermin eigentlich berechnet?

Der Ultraschall wird seit über 20 Jahren zur Terminberechnung eingesetzt. Vorher aber wurde bereits seit 1800 der Geburtstermin mit der „Naegeleschen Regel“ berechnet: Sie besagt, dass Sie vom ersten Tag der letzen Regel zunächst sieben Tage dazurechnen müssen, anschliessend drei Monate abziehen und schliesslich 1 Jahr dazurechnen - ausgehend von einem 28 Tage-Zyklus. Ist der Zyklus länger oder kürzer, müssen die entsprechenden Tage bei den sieben Tagen zugerechtet oder abgezogen werden. Auch die heutigen Computer der Ultraschallgeräte berechnen auf Grundlage dieser Regel, berücksichtigen dabei jedoch zusätzlich die beim Ultraschall ermittelten Masse. Früher flossen in die Berechnung die ersten Kindsbewegungen mit ein, der Höhenstand der Gebärmutter wurde ertastet und der Bauchumfang ausgemessen, später dann der Abstand zwischen Schambein und dem oberen Ende der Gebärmutter. Hebammen verlassen sich noch heute auf diese Werte.

Ihr Individueller Geburtstermin

Sollte der lang ersehnte Stichtag da sein, Sie aber gemütlich zuhause auf dem Sofa sind und abends immer noch Hochschwanger ohne Wehen durch die Wohnung tigern: Keine Sorge. Es ist alles gut. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind zum errechneten Termin zur Welt kommt, liegt nur gerade bei 4 %. Und das immer schon - egal ob der Termin mit oder ohne Technik berechnet wurde. Und eigentlich ist der Termin auch nur ein Richtwert. Denn Ihr Baby wird sich ankünden, wenn es so weit ist. Dann werden auch Sie als Mutter bereit sein, es zu gebären. Der Tag an dem es zu Welt kommen möchte, lässt sich nicht exakt berechnen. Es ist immer ein Zusammenspiel von Ihrem Kind, Ihnen und Ihrem Körper, der Botenstoffe und Hormone für die Geburt produzieren muss. Und bis dahin braucht es einfach noch etwas Geduld. Sie können die Tage als Hochschwangere genießen, denn es sind besondere Tage, die Sie nicht so schnell wieder erleben werden.

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