Iris

Rocca Corneta, Italien

Iris – die Göttin des Regenbogens

Der Name Iris leitet sich vom griechischen „eiro“ ab und bedeutet so viel wie „verbinden“. Schon in der griechischen Mythologie wurde der Iris nachgesagt, das Wasser aus dem Boden emporziehen zu können, um den Wolken Nahrung zu bringen. Sie lasse so den Regenbogen entstehen, der Himmel und Erde miteinander verbindet. Und tatsächlich ist die Pflanze eine wahre Meisterin des Wasserhaushalts und des Feuchtigkeitsausgleichs. In der wellenartigen Struktur ihrer Wurzeloberfläche kann man sehen, wie sich die rhythmischen Bewegungen des Wassers widerspiegeln, was ein klarer Hinweis auf ihre besondere Beziehung zum Element Wasser ist. Mit ihren luftig-leichten, in Regenbogenfarben schillernden Blüten, hat sie den Bezug zur Luft und zum Ätherischen und es scheint ihre Aufgabe zu sein, das Wässrige mit dem Trockenen zu verbinden, also auszugleichen.

Die grossen Gaben der Iris liegen in ihrer Wurzel

Botanisch gehört die Iris, lat. Iris germanica L., zur Familie der Schwertliliengewächse und ist im Mittelmeerraum beheimatet. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Mit der Erde ist sie durch ein extrem stabiles, die gesamte Fläche bedeckendes, kriechendes Geflecht aus dicken Knollenwurzeln, den sogenannten Rhizomen, verbunden. Auffällig ist, dass Irispflanzen sowohl in sumpfigen Gebieten, als auch in trockenen Hochgebirgsregionen gleichermassen gut gedeihen. Diese Fähigkeit verdankt die Pflanze offensichtlich ihrem Wurzelstock. Dieser besitzt eine enorme Fähigkeit, Wasser zu speichern. Dadurch kann er sich lange Zeit ohne jegliche Wasserzufuhr vor Austrocknung schützen. Oberirdisch nimmt das Rhizom Feuchtigkeit aus der Luft sowie Licht und Sonnenkräfte auf. Unterirdisch bedient es sich über ein feines Wurzelgeflecht an der Erdfeuchtigkeit und verbindet damit  die beiden polaren Himmels- und Erdenkräfte. So entstehen auf verschiedenen Ebenen die extrem wertvollen Inhaltsstoffe und Qualitäten, die die Pflanze für den Einsatz bei Weleda so wertvoll machen.

Wie kann eine nachhaltige Beschaffung gelingen, wenn man der Pflanze ihre Wurzel nimmt?

Dies ist eine wichtige Frage, die sich für Weleda immer wieder stellt. Im vorliegenden Fall konnte für die Beschaffung der Iriswurzeln in den 90er- Jahren in Italien eine Anbaupartnerschaft begründet werden. Auf dem Höhenrücken des Apennins auf 800 Metern kultiviert Simon van Hilten auf seinem Demeterhof „ Azienda Agricola Ca` dei Fiori“, inmitten von Kräuter- und Blumenfeldern, wunderbare Irispflanzen. Alles natürlich biodynamisch und in zertifiziertem Anbau, genauso, wie es ihm sein Gewissen und seine tiefe Verbundenheit mit der Erde  gebieten. Ringsum duftet und blüht es und wenn im Mai die Iris ihre Blüten in zarten, himmelgleichen Lilatönen präsentiert, fühlt man sich an diesem Ort fast ein bisschen wie im Himmel.

Jedes Jahr im August ist es dann so weit und die Iriswurzeln werden sorgfältig von Hand ausgegraben und getrennt. Ein Teil wird sofort für die Nachpflanzung genutzt, damit auch im kommenden Jahr wieder genügend neue Pflanzen gesund und nachhaltig heranwachsen können.

Der grössere Teil der Wurzel wird vorsichtig von Erde und Steinen befreit und gewaschen. Nach dem Abschälen der äusseren Haut werden die Wurzeln in Scheiben geschnitten, um anschliessend in speziellen Räumen schonend getrocknet zu werden. Der so entstandene hochwertige Rohstoff wird dann zur Weiterverarbeitung an Weleda verschickt.

Zwischen Gestern und Morgen – wie Iris die junge Haut ins Gleichgewicht bringt

Aus den zerkleinerten Wurzeln wird bei Weleda ein alkoholisch-wässriger Auszug, die sogenannte Urtinktur, hergestellt, die dann in verschiedene Naturkosmetikprodukte einfliesst.

Die Urtinktur ist eine goldgelbe Flüssigkeit, die regulierend und ausgleichend auf den Feuchtigkeitshaushalt der Haut wirkt. Eine wichtige und schöne Eigenschaft, die vor allem Jugendlichen in der Pubertät helfen kann, den Übergang vom Kind zum Erwachsenen, also vom Gestern zum Heute, positiv mitzugestalten. Denn um das 20.Lebensjahr herum ändert sich in der Biografie vieles. Junge Erwachsenen stellen sich auf eigene Füsse, sammeln neue Erfahrungen und testen das Leben mit all seinen Facetten. Dieses gelebte Spannungsfeld drückt sich oft auch im Hautbild aus. Die Haut kann sowohl zart und trocken werden, aber auch unrein und sich entzünden. In dieser Situation dienen die ausgleichenden Eigenschaften der Iris als Wegweiser für die Haut, damit sie wieder ins Gleichgewicht findet.

In Kombination mit weiteren pflegenden Komponenten entsteht so die Iris Pflegelinie, die die Hautfunktionen auf ein gesundes Mass reguliert und junger Haut damit ihre natürliche schöne Ausstrahlung zurückgibt.

Das ganz nebenbei noch traumhafte Naturparadiese gefördert, gehegt und gepflegt werden ist ein wunderschöner Nebeneffekt, mit dem Weleda Natur und Umwelt wieder etwas von dem zurück gibt, womit sie zuvor so reich beschenkt wurde.

Inhaltsstoff

Auszug aus Iriswurzelstock

Iris Germanica Root Extract

Nach der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis hat die Iris eine feuchtigkeitsausgleichende Wirkung. Im Wurzelstock der Iris besteht ein Gleichgewicht zwischen wässrig-belebenden Kräften einerseits und verfestigend-formgebenden Kräften andererseits. So kann das Rhizom der Pflanze je nach Bedarf die benötigte Feuchtigkeit zuführen oder entziehen und speicher. Dies verleiht der Iris die besondere Gabe, sowohl extreme Trockenheit wie auch extreme Feuchtigkeit ausgleich zu können. In der Hautpflege kann die Iris mit ihren starken auflösenden, aber auch formgebenden Kräften ausgleichende Impulse geben. Bei ihr beruhen Schönheit und Ausstrahlung sowie die Ausdauerfähigket auf ihre außerordenltichen Gabe, in den Wasserhaushalt ordnend eingreifen zu können.