Wenn Babys zahnen: Symptome, Tipps & wann Hilfe nötig ist


Zahnungsbeschwerden erkennen, Milchzähne richtig pflegen


Weleda Group·1/8/2024
Die ersten Zähne kommen – und mit ihnen manchmal schlaflose Nächte. Erfahre, wann Babys zahnen, woran du es erkennst und was tags wie nachts hilft.

Typische Symptome beim Zahnen

Dein Baby ist nun einige Monate alt. Wahrscheinlich rechnest du schon eine Weile damit, dass sich die ersten Zähne ankündigen und im Unterkiefer sichtbar werden. Vielleicht deutest du unruhiges Verhalten des Babys auch als einen Hinweis darauf. Während sich bei einigen Babys die ersten Zähne scheinbar unbemerkt auf den Weg machen, haben andere Kinder größere Beschwerden - und Eltern damit eine herausfordernde Zeit.

Wann fangen Babys mit dem Zahnen an?

Bei den meisten Babys beginnt das Zahnen um den sechsten Lebensmonat – doch der genaue Zeitpunkt ist von Kind zu Kind verschieden.

Die Milchzähne sind tatsächlich schon angelegt, während dein Baby noch im Bauch wächst. Durch das Zahnfleisch schieben sie sich dann im Laufe des ersten und zweiten Lebensjahres. Bis das vollständige Milchgebiss mit 20 Zähnen da ist, kann es bis zum dritten Lebensjahr dauern. Oft kommen die Zähne mit etwa einem Monat Abstand, manchmal aber auch gleichzeitig. Die unteren mittleren Schneidezähne sind dabei fast immer die Ersten.

Wie viele Zähne das Baby bekommt

20

Milchzähne bis zum dritten Lebensjahr

Wie viele Milchzähne bekommt ein Baby insgesamt?

Ein Baby bekommt insgesamt 20 Milchzähne. Sie bilden das vollständige erste Gebiss und sind die Grundlage für die bleibenden Zähne.

Zuerst kommen die Schneidezähne, dann die Eckzähne und schließlich die Backenzähne. Gerade wenn die großen Backenzähne durchbrechen, kann das Zahnen nochmals mit Unruhe und empfindlichem Zahnfleisch verbunden sein – das ist völlig normal. Angelegt werden die Milchzähne bereits, während sich das Baby noch im Bauch entwickelt und wächst.

Woran erkenne ich, dass mein Baby zahnt?

Typische Zeichen beim Zahnen sind vermehrter Speichelfluss, gerötetes Zahnfleisch, gerötete Wangen und ein gesteigerter Drang, auf Gegenständen zu kauen.

Wie stark dein Baby auf das Zahnen reagiert, hängt von seinem individuellen Schmerzempfinden und Temperament ab. Manche Kinder zeigen kaum Anzeichen, andere sind deutlich unruhiger als sonst. Diese Symptome können auf Zahnen hinweisen:

Mögliche Anzeichen für das Zahnen

  • verstärkter Speichelfluss
  • rotes, geschwollenes Zahnfleisch
  • gerötete Wangen
  • vermehrter Drang, Gegenstände oder Finger in den Mund zu stecken und darauf zu kauen
  • häufigeres Weinen und Quengeln

«Tagsüber ist das zahnende Baby oft anhänglicher oder schwer zu beruhigen, nachts kann es häufiger weinen.»

Was hilft beim Zahnen, was kannst du konkret tun?

Kühle Beißringe, Nähe und Ablenkung sind die wirksamsten Mittel beim Zahnen – sie lindern die Beschwerden und geben deinem Baby Sicherheit.

Dein Baby versteht noch nicht, was mit ihm passiert oder warum es dieses unangenehme Gefühl hat. Umso wichtiger ist deine ruhige, zugewandte Begleitung. Diese Maßnahmen haben sich bewährt: 

  • Beißring: Der Druck beim Kauen kann die Schmerzen lindern – lege ihn vorher kurz in den Kühlschrank
  • Gekühlte Speisen: Falls dein Baby schon Beikost bekommt, sind gekühlte Obstpürees angenehm
  • Nähe, Tragen und Kuscheln: Das schenkt Trost und Geborgenheit
  • Wasserdichte Lätzchen: Sie helfen bei starkem Speichelfluss und ersparen häufiges Umziehen 

Übrigens: Der Durchbruch eines neuen Zähnchens ist auch ein Entwicklungsschritt, den ihr gemeinsam feiern könnt.

Erste Hilfe für Eltern

Schlafmangel zehrt an den Nerven: Es ist völlig normal, wenn du dich erschöpft und manchmal hilflos fühlst. Das geht den meisten Eltern so.

Du kannst deinem Baby die Beschwerden nicht abnehmen und den Zahnungsprozess nicht beschleunigen. Was du tun kannst: Unterstützt euch als Eltern gegenseitig und lasst euch von Verwandten oder Freunden helfen – sei es im Haushalt oder bei der Betreuung von Geschwisterkindern. Wer tagsüber ein wenig Schlaf nachholen kann, übersteht die Nächte leichter.

Ist Zahnen unangenehm für Babys?

Nicht alle Kinder reagieren gleich: Manche haben kaum Beschwerden. Andere sind unruhig, haben einen gesteigerten Speichelfluss und leiden unter unruhigen Nächten mit wenig Schlaf.  Zahnen ist ein Prozess, der sich nicht von heute auf morgen vollzieht, sondern viel Zeit und Geduld braucht, bis das Milchgebiss vollständig da ist. Zuerst kommen die Schneidezähne, als letztes schieben sich die Backenzähne durch. Gerade bei den großen Backenzähnen kann das Zahnen nochmals von Unruhe, schmerzendem Zahnfleisch oder Spannungsgefühlen begleitet sein.

Warum ist Zahnen nachts oft schlimmer?

Nachts lassen Schmerzen und Unruhe beim Zahnen dein Baby häufiger aufwachen. Tagsüber lenken Spielen, Tragen oder einfach die vielen Eindrücke von den Beschwerden ab.

Wenn es nachts ruhig und dunkel ist, rückt das unangenehme Gefühl im Mund für dein Baby stärker in den Vordergrund. Manche Babys, die tagsüber kaum etwas zeigen, weinen oder schreien nachts deutlich mehr. Das ist keine Ausnahme, sondern beim Zahnen recht verbreitet.

Diese Maßnahmen helfen auch nachts:

  • Beißring bereithalten: Ein gekühlter Beißring griffbereit am Bett hilft, ohne dass du erst in die Küche musst
  • Ruhig bleiben: Deine Stimme und Nähe wirken beruhigend, auch wenn du selbst müde bist
  • Tragen anstatt trösten im Bett: Manche Babys beruhigen sich schneller, wenn sie getragen oder hochgenommen werden, statt lange im Bett zu liegen und zu weinen.
  • Fieber im Blick behalten: Wacht dein Baby nachts mit deutlich erhöhter Temperatur auf, sprich mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt, um eine Erkrankung auszuschließen.

Schreit dein Baby nachts sehr stark oder wirkt es dir unverhältnismäßig unruhig, ist es sinnvoll, das ärztlich abklären zu lassen – auch um andere Ursachen wie einen Infekt auszuschließen.

Kann Zahnen auch Fieber verursachen?

Leicht erhöhte Temperatur kann beim Zahnen vorkommen – echtes Fieber ab 38,5 °C ist jedoch kein typisches Zahnungssymptom und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Wenn dein Baby beim Zahnen sehr leidet oder du dir Sorgen machst, sprich mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt. Sie können einschätzen, ob die Beschwerden auf das Zahnen zurückzuführen sind oder eine andere Ursache haben – und wenn nötig auch Fieber- und Zahnungszäpfchen für Kinder empfehlen.

Was ändert sich, wenn der erste Zahn da ist?

Mit dem ersten sichtbaren Milchzahn beginnt das tägliche Zähneputzen, mindestens zweimal am Tag.

  Gut geeignet sind weiche Babyzahnbürsten oder spezielle Fingeraufsätze für die Zahnpflege. Die Zähne sollten mindestens zweimal täglich geputzt werden. Zahnärztinnen und Zahnärzte empfehlen diese Reihenfolge: erst die Kauflächen, dann die Außenflächen, dann die Innenflächen. Auch der erste Zahnarztbesuch steht jetzt an: Empfohlen wird er zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat. Wie du Babyzähne richtig putzt und welches Zahngel passt, erfährst du im Artikel Zahnpflege bei Baby und Kleinkind.

Unsere Produktempfehlungen für Babys erste Zähne

Für die ersten Milchzähne gibt es das Kinder-Zahngel ohne Fluorid:

Weleda Kinder-Zahngel ist unsere natürliche Kariesprophylaxe für die Milchzähne: Es wurde speziell für die Pflege der Milchzähne und die Harmonisierung der kindlichen Mundflora entwickelt. In Geschmack und Konsistenz der kindlichen Wahrnehmung angepasst, erleichtert es die tägliche Zahnpflege für Kinder und Eltern. Es enthält keine Fluoride und ist auch bei gleichzeitiger Einnahme von Fluorid in Tablettenform in Kombination mit Vitamin D zum Zähneputzen geeignet. Die milde Gesamtkomposition enthält keine Substanzen, die den Organismus belasten, wenn das Gel geschluckt wird. Die pflanzlichen Auszüge des Zahngels und der bewährte Kieselsäure-Putzkörper entfernen Zahnbelag und schützen so zuverlässig vor Karies.    Lies dazu mehr im Artikel Zahnpflege bei Baby und Kleinkind.

Oft ist die Haut an Wangen und Kinn durch den vermehrten Speichelfluss beim Zahnen gerötet und gereizt. Calendula Zauberbalsam enthält kein Wasser und hilft, die hauteigene Barrierefunktion wiederherzustellen. Die 100 % natürliche Formel enthält Wachse, Bio-Pflanzenöle, Bio-Kakaobutter sowie Extrakte aus Bio-Calendula und Bio-Hirse.

Häufig gestellte Fragen zum Zahnen (FAQ)

Ab wann zahnen Babys?  Die meisten Babys bekommen die ersten Zähne etwa um den sechsten Lebensmonat – manche früher, manche später. Das ist völlig normal.

Wie lange dauert das Zahnen?  Das Zahnen zieht sich über das gesamte zweite und dritte Lebensjahr hin, bis alle 20 Milchzähne da sind. Zuerst kommen die Schneidezähne, zuletzt die Backenzähne.

Welche Symptome sind beim Zahnen typisch?  Typische Anzeichen sind vermehrter Speichelfluss, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, gerötete Wangen, Kauverhalten und Unruhe. Fieber über 38,5 °C ist dagegen kein klassisches Zahnungssymptom.

Was hilft am besten gegen Zahnungsschmerzen?  Gekühlte Beißringe, Nähe, Tragen und Ablenkung helfen am meisten. Bei stärkeren Beschwerden können Fieber- und Zahnungszäpfchen für Kinder – nach Rücksprache mit dem Kinderarzt – Linderung bringen.

Warum ist Zahnen nachts schlimmer?  Nachts fehlt die Ablenkung des Tages, wodurch Schmerzen und Unruhe beim Zahnen stärker auffallen. Das kann dazu führen, dass Babys nachts häufiger aufwachen oder weinen, auch wenn sie tagsüber kaum Beschwerden zeigen.

Was hilft nachts gegen Zahnungsschmerzen?  Ein griffbereiter, gekühlter Beißring, Nähe und ruhiges Trösten helfen auch nachts am besten. Wacht dein Baby mit hohem Fieber auf oder wirkt es sehr unruhig auf dich, sprich mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt.

Wann soll ich mit dem Zähneputzen anfangen?  Mit dem ersten sichtbaren Milchzahn – das ist der richtige Zeitpunkt. Zweimal täglich, mit einer weichen Babyzahnbürste oder einem Fingeraufsatz. Wie du die ersten Zähne richtig putzt, liest du im Artikel Zahnpflege bei Baby und Kleinkind.

Kann Zahnen Durchfall verursachen?  Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Zahnen direkt Durchfall verursacht. Wenn dein Baby über längere Zeit Durchfall oder hohes Fieber hat, solltest du zur Sicherheit ärztlichen Rat einholen.