Gesundheit

Verstopfung

Ursachen & Behandlung

Wenn die Verdauung streikt: Die Verstopfung gehört zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden. Wir klären mögliche Ursachen und Behandlungen.

Was ist eine Verstopfung?

Gerät unsere Verdauung aus dem Takt, kommt es zur Verstopfung. Der Stuhlgang ist seltener als gewohnt oder bleibt gar völlig aus.

Umgangssprachlich wird die Verstopfung deshalb auch als „träger Darm“ bezeichnet. In der medizinischen Fachsprache trägt sie den Namen „Obstipation“.

Die Obstipation gehört – neben dem Durchfall – zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden bzw. Erkrankungen.

Wann spricht man von Verstopfung?

Von einer Verstopfung (Obstipation) spricht man, sobald die Entleerung des Darms seltener als sonst stattfindet. Daneben können Symptome wie harter Stuhl und das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung hinzukommen.

Von akuter Verstopfung ist die Rede, wenn der Stuhlgang länger als drei Tage ganz ausbleibt. Neben dem ausbleibenden Stuhlgang können dann noch Symptome wie Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe auftreten.

Häufige Symptome von Verstopfung können sein:

  • seltener Stuhlgang oder ausbleibender Stuhlgang
  • harter Stuhl
  • Gefühl der unvollständigen Darmentleerung
  • starkes Pressen bei der Stuhlentleerung
  • im Akutfall Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe

Was sind Ursachen von Verstopfung?

Oft ist eine ballaststoffarme Ernährung Ursache für das Darmleiden. Zusammen mit einer nicht ausreichenden Flüssigkeitszufuhr und wenig Bewegung kann sie Probleme bei der Darmentleerung begünstigen.

Häufige Ursachen:

  • eine ballaststoffarme Ernährung
  • unregelmässige Mahlzeiten
  • ungewohnte Nahrung
  • zu reichliches Essen oder Hungern
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bewegungsmangel, sitzende Tätigkeit
  • seelische Belastungen wie Stress

Andere Ursachen

Daneben können auch bakterielle oder virale Infektionen Auslöser sein. In diesem Fall hilft eine Umstellung der Ernährung nicht und man sollte sich in ärztliche Beratung begeben. Auch bestimmte Medikamente können Probleme bei der Darmentleerung verursachen.

Was passiert dabei im Körper?

Bei einer Verstopfung (Obstipation) streikt die Verdauung, genauer gesagt der Darm. Noch genauer: der Dick- und der Enddarm.

Verdauung ermöglicht unserem Körper, aufgenommene Nahrung verfügbar zu machen. Sie beginnt dabei schon im Mund (Stichwort: Speichel), führt über die Speiseröhre weiter in den Magen und endet im Dünndarm.

Nahrungsbestandteile, die unbrauchbar sind, werden anschliessend im Dickdarm eingedickt und gemeinsam mit den Stoffwechselabbauprodukten über den Enddarm und den Anus ausgeschieden.

Rhythmusstörungen

Unser Verdauungskanal ist von Muskulatur umgeben, die sich regelmässig zusammenzieht und erschlafft. Ist diese Rhythmik zum Beispiel durch psychischen Stress oder Bewegungsmangel gestört, können Beschwerden und Krankheiten wie Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Magenschmerzen, Völlegefühl – oder auch Verstopfung auftreten.

Verstopfung beruht also meist auf „Rhythmusstörungen“ bei der Verdauung.

Was hilft bei einer Verstopfung?

Umstellung des Lebensstils

Liegt die Ursache für Verstopfung (Obstipation) in mangelnder Bewegung, ballaststoffarmer Ernährung und/oder zu geringer Flüssigkeitszufuhr, ist ein wichtiger Tipp:

Möglichst ausreichend bewegen, auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Natürliche Abführmittel

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Flohsamen oder Leinsamen wirken wie Abführmittel: Sie quellen im Darm auf und regen ihn an. Dabei sollte man jedoch immer reichlich und viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Weitere Tipps und Hausmittel

  • 4- bis 5-mal täglich essen – dafür in etwas kleineren Portionen.
  • Abends nur leichte und fettarme Kost mit viel Gemüse zu sich nehmen.
  • Wenn möglich, nicht nach 19:00 Uhr essen. Das lässt besser schlafen und gibt dem Körper genug Zeit, vor der Schlafphase den Verdauungsvorgang abzuschliessen.
  • Bei Übelkeit und Erbrechen am besten im Akutstadium fasten. Dann langsam die Kost mit Zwieback, Banane und geriebenem Apfel wieder aufbauen.
  • Milchprodukte, Kaffee, Alkohol und fette Lebensmittel sollten auch nach der Besserung noch einige Tage gemieden werden.
  • Wenn möglich, Früchte- und Kräutertee sowie Mineralwasser Getränke wie Schwarzem Tee, Kaffee und Alkohol vorziehen.
  • Keine gekühlten Speisen und Getränke zu sich nehmen und den Bauch möglichst warmhalten.
  • Entspannungstechniken (Yoga, autogenes Training, Meditation) ausprobieren.
  • Körperliche Aktivität erhöhen und Sport betreiben.
  • Den Bauch sanft massieren und Wärmeflaschen auflegen.

Wann sollte man in ärztliche Behandlung?

In diesen Fällen sollte man die Verstopfung (Obstipation) jedenfalls ärztlich abklären lassen:

  • wenn nach mehreren Tagen keine Besserung eintritt
  • bei chronischer Verstopfung
  • bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen
  • wenn der Bauch hart wird, bei starken Bauchschmerzen
  • wenn Übelkeit und Erbrechen auftreten
  • bei Verstopfung im Säuglingsalter
  • bei einem sich plötzlich ändernden Stuhlgang bei älteren Menschen

Behandlung mit Arzneimittel

Weleda Arzneimittel können dem Verdauungssystem bei seiner Aufgabe helfen und auf natürliche Weise die rhythmischen Vorgänge der Verdauung unterstützen.

Digestodoron® Tropfen

Digestodoron® reguliert die Bewegungstätigkeit des Magen-Darmtrakts. Es wirkt sowohl Durchfall als auch Darmträgheit entgegen und lindert Blähungen. Um die Wirksamkeit voll zu entfalten, empfiehlt sich eine Einnahme über ca. 8 Wochen.

Hepatodoron® Tabletten

Die Komposition Hepatodoron® Tabletten setzt sich aus getrockneten Wein- und Walderdbeerblättern zusammen. Die Tabletten können zur Anregung der Leber- und Darmtätigkeit angewendet werden. Hepatodoron lindert leichte Funktionsstörungen der Leber, welche sich durch Beschwerden wie zum Beispiel rasche Ermüdbarkeit, Verstopfung oder Blähungen äussern können.

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Digestodoron® Tropfen

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Hepatodoron® Tabletten

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Weleda Amara-Tropfen

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Choleodoron® Tropfen

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Zur Anregung der Gallebildung