Seit 1921

Weleda - ein Unternehmen, das von der Anthroposophie inspiriert ist

Angefangen hat alles mit einem Krankenhaus und einem pharmazeutischen Labor - gegründet von einem niederländischen Arzt, einem österreichischen Philosophen und einem Apotheker aus München.

Heute ist sie der weltweit führende Hersteller von ganzheitlichen, natürlichen, biologischen Kosmetika sowie von Arzneimitteln für die anthroposophische Therapierichtung. Unser Motto "Im Einklang mit Mensch und Natur" ist weit mehr als eine Worthülse - es ist eine Einstellung, die seit der Unternehmensgründung gilt.

Wie alles begann

Drei geistige Pioniere haben die Anfänge der Weleda geprägt:
1921 eröffnete Dr. Ita Wegman (1876-1943) in Arlesheim in der Schweiz das Klinische und Therapeutische Institut, ein Krankenhaus, das Anthroposophische Medizin für kranke Patienten einsetzte.

Der in Wien geborene Chemiker Oskar Schmiedel (1887-1959) hatte bereits seit seinem Chemiestudium an der Universität München mit Dr. Wegman und Rudolf Steiner gearbeitet. Gemeinsam mit Dr. Wegman entwickelte er das erste Mistelpräparat für die Krebsbehandlung, das heute noch im Einsatz ist.

Die ersten Produkte einer revolutionären Idee

1920 - 1923

Die drei Pioniere entwickelten die ersten pharmazeutischen Produkte mit einem Konzept, das bis heute die Produktphilosophie von Weleda prägt - die Medizin soll entscheidende Impulse für die körpereigenen Heilkräfte geben. Die revolutionäre Idee ging der komplementärmedizinischen Forschung heute voraus: Heilung kann tatsächlich durch ganzheitlich formulierte pharmazeutische Produkte herbeigeführt werden, die den Körper zur Selbstheilung anregen.

1920 gründeten Steiner und Wegman die Futurum AG in Arlesheim, Schweiz und die Der Kommende Tag AG in Stuttgart, Deutschland - eine GmbH zur Entwicklung wirtschaftlicher und geistiger Werte.

Beide Unternehmen hatten chemische und pharmazeutische Abteilungen, die von Chemikern, Ärzten und Pharmazeuten betrieben wurden. Ziel der Unternehmen war es, finanzielle Mittel für den Betrieb der Freien Waldorfschule in Stuttgart - auch als Steiner-Schule bekannt - und der Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach - dem architektonisch-dramatischen Weltzentrum der anthroposophischen Bewegung und zugleich Zentrum der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft - zu sichern.

Seit 1921

1921 übernahm die Futurum AG unter der Leitung von Dr. Oskar Schmiedel das Versuchslabor am Goetheanum und fusionierte mit dem chemisch-pharmazeutischen Produktionslabor unter der Leitung des Apothekers Ernst Heim. Im August desselben Jahres erfolgte der Umzug in neue Räumlichkeiten im benachbarten Arlesheim und die Geschichte der heutigen Weleda AG begann.

Von diesem Zeitpunkt an, lag der Schwerpunkt auf der Herstellung pharmazeutischer Produkte und Naturkosmetik mit einem ganzheitlichen Blick auf Mensch, Gesellschaft und Natur. Innerhalb eines Jahres umfasste das Weleda-Sortiment 120 verschiedene Produkte und die beiden Unternehmen fusionierten aus finanziellen Gründen zu International Laboratories und Clinical Therapeutic Institute Arlesheim AG.

Einführung des Namens «Weleda»

1924 - 1933

Bereits 1924 entwickelte sich eine weltweite Nachfrage nach Arzneimitteln und Naturkosmetik, weshalb mehrere Weleda-Tochtergesellschaften gegründet wurden. Die erste wurde 1924 in Frankreich gegründet, 1925 kamen die Niederlande und Grossbritannien, im darauffolgenden Jahr traten Österreich und die Tschechoslowakei sowie die USA 1931 der Familie bei.

1928 wurde der Firmenname Weleda eingeführt und von der germanischen Heilerin und Prophetin Veleda übernommen. Rudolf Steiner hat das Logo, das bis heute verwendet wird, persönlich gestaltet. Es zeigt einen stilisierten Stab und eine aesculapianische Schlange - symbolisch und mythologisch mit Heilung verbunden. Um den Stab wird ein Spenden- und ein Empfangssymbol gezeichnet, das den medizinischen und sozialen Ansatz von Weleda symbolisiert.

Die ersten Klassiker entwickelt

Zum Ende des Jahrzehnts beschäftigte Weleda zwölf Mitarbeiter am Standort Schwäbisch Gmünd. In diesem ersten Jahrzehnt wurden Produkte entwickelt, die auch heute noch bei den Kunden von Weleda beliebt sind. Im heutigen Katalog und auf der Website finden Sie Rosmarin Haaröl (1922), Aufbaukalk (1924), Birkenelixier (1924), Arnika Massageöl (1926), Skin Food (1927) und Edeltannen Erholungsbad (1927).

Ab 1932 informierte Weleda ihre Kunden in einer regelmässigen Publikation mit dem Namen Weleda Nachrichten. Während des Krieges verboten, hat sie heute über 700.000 Abonnenten.

1933 - 1976

Als Schweizer Unternehmen überstand Weleda den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet. In den 50er und 60er Jahren wurde die Produktpalette in einer Zeit des europäischen Wirtschaftsbooms erweitert. Neue Klassiker wie der Pflegetee (1950), Sanddorn-Elixier (1955), Gesichtswasser (1959), Rasiercreme (1960), Lavendel Entspannungsbad (1961), Fussbalsam (1962) und Kastanienshampoo (1966).

Mit der Markteinführung des Calendula Baby Öls 1960 wurde der Grundstein für die erfolgreiche Baby- und Kinderpflegeserie auf Basis biologisch-dynamisch angebauter Ringelblumen gelegt.

Weleda auf der ganzen Welt

1952 expandierte Weleda Frankreich auch mit einer neuen Produktionsstätte in St. Louis, Elsass. Weitere Auslandsgesellschaften wurden auch in Italien (1953), Neuseeland (1955), Schweden (1956), Brasilien (1959) und Argentinien (1965) gegründet.

In einem wichtigen Durchbruch im Jahr 1976 begannen die Mitarbeiter von Weleda mit der Arbeit an den Monographien für das Deutsche Homöopathische Arzneibuch. Seitdem ist Weleda für Informationen fast aller Heilmittel in der Liste verantwortlich, die mit Mineralien, Wärme und rhythmische Behandlungen zu tun haben.

Weleda in Schwäbisch Gmünd

1977 - 2004

Bis 1992 war Weleda in 30 Ländern mit einem riesigen Sortiment von über 10.000 Produkten vertreten. Die Menschen wurden immer umweltbewusster und die Nachfrage nach Naturkosmetik wuchs, was zu einer Überarbeitung der alten Rezepturen und zur Schaffung neuer führte. Weitere internationale Tochtergesellschaften wurden ebenfalls in den 1990er und 2000er Jahren gegründet: Weleda Chile 1992, Weleda Peru 1993, Weleda Japan 1999, Weleda Slowakei 2000 und Weleda Finnland 2004.

Immer noch Pionier

2006 - heute

Im Jahr 2006 eröffnete Weleda Frankreich den Espace Weleda, eine Oase des Wohlbefindens, unter anderem mit exklusiven Kurbädern und Geschäften. Weleda und andere führende Naturkosmetikhersteller haben 2007 die Non-Profit-Initiative NaTrue ins Leben gerufen, die klare internationale Richtlinien für die Verwendung des Begriffs Naturkosmetik definiert und durch die Zertifizierung nach NaTrue Transparenz für den Verbraucher schafft.

2011 feierte Weleda 90 Jahre Wachstum und Nachhaltigkeit. Wir sind heute einer der bekanntesten Anbieter der Anthroposophischen Medizin und der Weltmarktführer für Naturkosmetik.

Heute beschäftigt Weleda weltweit über 2.000 Vollzeitmitarbeiter, davon rund 70 % Frauen. Darüber hinaus kooperieren wir mit zahlreichen weiteren Unternehmen und Partnern in Bereichen wie Forschung, Handel und Rohstoffgewinnung.

Im Jahr 2016 und 2017 wurden wir gleich dreimal für unsere Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit ausgezeichnet: mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis als nachhaltigste Marke, mit dem Swiss Ethics Award und dem CSR-Preis der deutschen Bundesregierung für unser nachhaltiges Lieferkettenmanagement.

Mit unserem Erbe Geschichte schreiben

Im Laufe ihrer Geschichte hat sich Weleda mit der Hilfe und dem Teamwork engagierter Menschen weltweit weiterentwickelt. Durch die Entwicklung anderer nationaler Unternehmen hat sich eine andere Art der Globalisierung herausgebildet - in vielen Ländern, in denen das Unternehmen heute tätig ist, haben Patienten, Ärzte und Apotheker den Anstoss zur Etablierung gegeben, indem sie anthroposophische Arzneimittel und Naturkosmetik gefordert haben.

Weleda ist sich selbst, seinen Gründern und seinen Werten stets treu geblieben. Als Weltmarke für Unternehmen, auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene arbeitet Weleda seit ihrer Öffnung für Heilung und Körperpflege im Jahr 1921 nach denselben Prinzipien.